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Projektresultate Teil 3: Zombies in Zeitnot

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Juli 17, 2014 von Daniel

Stahlplatte mit Schrauben

Hatte ich die Uhr aus dem Blick verloren? Nein, eigentlich nicht, denn die Geschichte war fertig, als ich am Nachmittag des 16. Juni von ihr abließ. Dennoch nagte nach diesem mehrstündigen Schreibmarathon ein vager Zweifel an mir. Ich warf also einen Blick auf die Homepage des Amrûn Verlags – und der genügte, um meine Bedenken zu bestätigen. Einsendeschluss: 15.06.2014. Die Frist war am Vortag abgelaufen.

Ich kann mich nicht entsinnen, wann mir jemals zuvor solch ein Lapsus unterlaufen ist. Woran lag’s? Bei meinen Nachforschungen stieß ich auf einen kleinen, aber bedeutsamen Zahlendreher: statt des 15.06. habe ich mir den 16.05. eingetragen, habe es sogar falsch in meinen Blog angegeben. Schon allein bei der Monatszahl hätte ich hellhörig werden müssen. Aber nun gut, da kann man nichts mehr machen. In Zukunft sollte ich, um solche ärgerlichen Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden, wohl einen zweiten, aufmerksameren Blick auf die Abgabetermine werfen. Glücklicherweise hat der Verlag noch einige andere Ausschreibungen im Angebot – allesamt Dauerausschreibungen, bei denen ich mir keine Sorgen um den Einsendeschluss machen muss.

 

Trotz allem will ich euch nicht vorenthalten, was aus meiner Geschichte geworden ist.

Als ich damit begann, nach einer guten Idee zu fahnden, sammelte ich eine vielfältige Themenpalette an. Der Wanderer, der sich einsam durch das zombieverseuchte Land schlagen muss; die Siedlung, die droht von einer Horde wandelnder Leichen überrannt zu werden; eine Gruppe Überlebender, die verzweifelt nach Nahrung sucht … Es reicht allerdings nicht, Idee um Idee anzuhäufen, irgendwann muss man auch eine auswählen und zu Papier bringen. Stellte sich nur die Frage, welche von denen es werden sollte. Worauf sollte der Fokus liegen? Eine skurrile Geschichte mit viel schwarzem Humor? Eine Erzählung mit Horrorelementen?

Ein Aspekt vieler Zombiefilme ist nicht vordergründig der Kampf gegen die Untoten, sondern dass trotz allem der gefährlichste Feind des Menschen immer noch der Mensch ist. Jeder ist sich selbst der nächste, und solange es um das eigene Überleben geht, ist das Wohlergehen der anderen bedeutungslos. Diese Thematik wollte ich aufgreifen.

Der Anlass, warum sich die Menschen in meiner Geschichte gegenseitig bekriegen, sind einige Liter Benzin. Nachdem einer der Protagonisten durch eine Sprengfalle verwundet wurde, suchen sie Zuflucht in einer Lagerhalle. Sie fällen die Entscheidung, den Verletzten zurückzulassen, um so schnell wie möglich das Auto zu erreichen und anschließend zurückzukehren. Die Zeit verrinnt, während er allein in seinem Versteck ausharrt. Unerwartet wird er von einer Meute Zombies aufgestöbert, denen es unter seltsamen Umständen gelingt, in die Lagerhalle einzudringen. Im letzten Augenblick gelingt ihm die Flucht. Doch zu spät wird ihm bewusst, dass im Hintergrund ein menschlicher Verstand die Fäden zieht.

Auch wenn es nichts mit der Ausschreibung geworden ist, kann ich diese Geschichte später vielleicht noch verwenden. Zeit genug, um sie zu überarbeiten, habe ich ja nun.

 

Das war der letzte Teil meiner Projektresultate. Sicherlich werde ich bald wieder neue Ausschreibungen in Angriff nehmen. Bis dahin wünsche ich euch noch viel Spaß beim Lesen und – gegebenenfalls – beim Schreiben.

 

 


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