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Projektresultate Teil 1: Die Weltentore

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Juni 2, 2014 von Daniel

Stahlplatte mit Schrauben

Nach der wochenlangen Funkstille ist es mal wieder Zeit für ein Lebenszeichen.

Eins vorweg: Kürzlich ist im net-Verlag eine neue Anthologie erschienen! Unter dem Titel „Mittelalteridylle“ hat die Verlegerin Maria Weise eine Auswahl an Kurzgeschichten zusammengestellt, die sich alle um das Thema Mittelalter drehen. Ich bin mit dem Beitrag „Backsteinzauber“ vertreten, eine Geschichte über zwei Kinder, die unfreiwillig durch ein rätselhaftes Gemälde in die Vergangenheit reisen. Während sie die Umgebung erkunden und Bekanntschaft mit Gauklern und Rittern machen, drängt sich ihnen mehr und mehr die Frage auf, wie sie wieder zurück in die Gegenwart gelangen sollen.

Eine Verschnaufpause, um sich auf den Lorbeeren auszuruhen, bleibt allerdings nicht. Das Schreiben für meine Projekte kommt gut voran, ein Großteil ist geschafft. Wie erwartet nimmt es viel Zeit in Anspruch – leider etwas mehr als geplant. Meine Ziele waren wohl zu hoch gesteckt. Die Ausschreibung für p.machinery wird vorerst warten müssen. Ich werde sie später in Angriff nehmen, wenn ich mehr Zeit habe.

Die Beiträge für die Weltentor-Ausschreibung sind dagegen bereits abgeschickt. Ich habe dafür auf einen Satz alter Geschichten zurückgegriffen, die ich noch ein wenig aufpoliert habe.

  • Für die Fantasy-Sparte habe ich eine Geschichte namens „Scherbenmeer“ eingereicht. Sie ist in der Sword-and-Sorcery-Thematik angesiedelt, allerdings handelt sie nicht von Kämpfen und Abenteuern, sondern von der Zeit danach. Mya kehrt in das Land zurück, in dem sie gegen Tyrannen und Monster gefochten hatte. Mithilfe eines einstigen Mitstreiters will sie einen alten Gefallen einfordern. Sie missachtet seine Warnungen und begibt sich auf eine Reise, die ihr Weltbild erschüttern wird. Denn schon bald beginnt die strahlende Fassade um ihren Heldenmythos zu bröckeln.
  • „Himmelslichter“ begleiten einen Fischer in meiner gleichnamigen Geschichte für den Bereich Mystery. Während er mit seinem Boot übers Meer treibt, versinkt die Welt im Chaos. Eintönigkeit und Hoffnungslosigkeit beherrschen seine Odyssee. Zwar scheint er in Sicherheit, doch schwebt über allem die Frage, wie viel Zeit ihm noch bleibt.
  • In der Kategorie Science-Fiction warte ich mit einer Cyberpunk-Geschichte auf. Der Protagonist ist auf der Flucht, die Zeit rinnt ihm aus den Händen. Im Labyrinth der Straßenzüge versucht er, die „Neonengel“ ausfindig zu machen, ehe ihn seine Häscher ergreifen können. Kurzzeitig kann er ihnen entwischen – aber ein fehlerhaftes Implantat macht ihm einen Strich durch die Rechnung.

Das Überarbeiten alter Geschichten hat den Vorteil, dass ich sie mit differenzierterem Blick betrachten kann. So fallen bestimmte Wendungen oder Wortwiederholungen auf, die man während des Schreibprozesses gar nicht bemerkt hatte. Nach der langen Zeit gewinnt man eine gesunde Distanz zum eigenen Werk. Man hat dann nicht mehr das Gefühl, sich von seinem Erstgeborenen zu trennen, wenn man überflüssige Wörter streicht oder den einen Satz löscht, der beim Aufschreiben noch so herausragend geklungen hatte. Oftmals bleiben mir aber nicht Monate, um Abstand zu meinen Geschichten zu nehmen, sondern nur wenige Tage. Wenn ich eine Geschichte beendet habe, wende ich mich häufig einem anderen Projekt zu oder beschäftigte mich mit etwas gänzlich anderem, ehe ich sie abschicke.

Der zweite Teil meiner Projektresultate wird sich um die Ausschreibung des ohneohren-Verlags drehen.


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